Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in den westlichen Industrieländern die Hauptursache für Erblindung bei Menschen über 65 Jahren, weltweit sind über 30 Millionen Menschen betroffen. Die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld geht durch das schrittweise Absterben von Netzhautzellen in der Makula verloren - dem Punkt des schärfsten Sehens. Mit der AMD sind selbst alltägliche Handlungen schwierig, so wie z.B. Lesen, Autofahren, Gesichter erkennen, Fernsehen oder Treppensteigen.

Die AMD ist nicht schmerzhaft und schreitet unterschiedlich voran, manchmal langsam, manchmal rasch, manchmal an einem Auge, manchmal an beiden. Wenn AMD sehr langsam beginnt, passt sich das Gehirn zuerst an, und die Symptome der Erkrankung sind oft schwer zu erkennen. Schreitet die Krankheit jedoch rasch voran, so macht sich der Verlust der Sehfähigkeit schnell bemerkbar. Unabhängig davon ob sich AMD langsam oder rasch entwickelt, führt das späte Stadium ohne Behandlung zum irreversiblen Verlust der Sehkraft.

 

Verbreitung von AMD

  • Über 30 Millionen Menschen sind an AMD erkrankt, darunter 15% mit der fortgeschrittenen Form, die man feuchte AMD nennt.
  • AMD ist bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern.
  • Wenn ein nahes Familienmitglied AMD hat, haben Sie ein erhöhtes Risiko selbst die Krankheit zu entwickeln.
  • Bei Menschen über 60 Jahren gibt es zweimal so viele Fälle von AMD wie von Alzheimer.
  • Bei Erwachsenen mittleren Alters liegt das AMD Risiko bei ca. 2%, aber bei Menschen über 75 steigt das Risiko auf fast 30% an.
  • In Industrieländern verursacht AMD 50% aller krankheitsbedingten Erblindungen.

 

Behandlung

Bis 2006 gab es keine Behandlung für Menschen, bei denen AMD diagnostiziert wurde.

Heute ist die neovaskuläre AMD (auch bekannt als exsudative oder feuchte AMD) mit bahnbrechenden Medikamenten, den sogenannten Anti-VEGF-Therapien, behandelbar. Dazu gehören Ranibizumab (Lucentis®) und Aflibercept (Eyelea®). Eine dritte Behandlung namens Bevacizumab (Avastin®) kann auch zur Behandlung von AMD eingesetzt werden, gilt aber als "Off-Label"-Ansatz, was bedeutet, dass die FDA das Medikament für einen anderen Einsatz zugelassen hat als den, den der Arzt verschreibt.

Diese Anti-VEGF-Behandlungen wirken, indem sie Moleküle blockieren, die ein abnormales Blutgefäßwachstum im Auge verursachen und das Fortschreiten der feuchten AMD fördern. Anti-VEGF-Behandlungen haben die Ergebnisse von feuchten AMD-Patienten dramatisch verändert, indem sie in einigen Fällen dazu beigetragen haben, Sehstörungen zu verhindern und sogar umzukehren.

Es ist wichtig, einen regelmäßigen Behandlungsplan einzuhalten und keine Termine zu verpassen, während man eine Anti-VEGF-Behandlung erhält. Schon das Fehlen von ein oder zwei Injektionen kann zu Sehverlust führen.